Der Fall Küblböck und die Medien

Seit Sonntag wird der Sänger und Ehemalige DSDS Kandidat Daniel Küblböck vermisst. Dieser soll vor Neupfundland von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen sein. Die Küstenwache hat die Suche sofort aufgenommen, diese aber heute, ohne Ergebnis, eingestellt. Das sind die bisher bekannten Fakten. Aber offenbar wissen manche Medien mehr. Einige sogar viel mehr.

Worauf ich hinaus will: Das Beschriebene im Oberen Absatz sind die bekannten Fakten. Mehr wissen Offizielle stellen bisher ebenfalls nicht. Dieses hindert allerdings einige Medien nicht daran, den Vorfall von vorne bis hinten auszuschlachten. Ich habe mir dazu einmal die größten Seiten dazu angeschaut:

  1. Promi-Flash – 54 Artikel
  2. n-tv – 32 Artikel
  3. ViP.de – 21 Artikel
  4. Bild.de – 20 Artikel
  5. Stern – 17 Artikel
  6. Welt.de – 12 Artikel
  7. Spiegel Online – 4 Artikel

Ohne das also irgendetwas Zusätzliches bekannt wurde, haben Seiten wie Promi-Flash offenbar den Durchblick und Veröffentlichen seit Sonntag mehr Artikel, als selbiger an Stunden vermisst wird.

Doch wie kommt es dazu?

Nun ja. Es wird das gemacht, was immer gemacht wurde. Freunde, Verwandte und Wegefährten werden belästigt und zu dingen befragt, die mit den Fällen gar nichts zutun haben. Weiterhin werden teils Z Promis vor die Kamera gelassen, die weder etwas mit der Person, noch mit dem Geschehen zutun haben, um zu sagen, wie schlimm das ganze doch ist.

Fazit: Sollte an all dem etwas dran sein, tut es mir für Herrn Küblböck leid. Natürlich ist es schlimm wenn sich eine Person (wegen Spekulierter Depressionen) das Leben nimmt, dennoch ist es KEINEN Grund, das nun alle Medien von früh bis spät Spekulationen als Fakten verkaufen wollen. Ich wünsche der Familie von Daniel Küblböck alle kraft der Welt.

Posted by Norman Zimmermann

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