Stroke Unit

Teil 1

„Frühstück“ rief es an jenem morgen am Telefon. Wie jede Woche. Nur diesmal war irgendwas anders. Die linke Seite, taub. „Ach was. Sicherlich nen nerv eingeklemmt. Doch es wurde auch nach 30min nicht besser „Scheiße“.

100% Schlaganfall. Dann ging alles schnell. Die Tür wurde von meinem Bruder aufgebrochen. Man stürmte hoch. Schnell war klar, aus der Nummer ke nicht mehr raus. Der Notruf wurde gewählt und keine 10 Minuten später war der Rettungswagen da.

Das wird eine Tortur. Die Feuerwehr wurde nach alamiert. Tragehilfe. Ein holpriger Pfad beginnt. 6 Leute waren dar um zu helfen. Ich wurde in ein Tragetuch gepackt und ab gings die steile Treppe runter. Geschlagene 20 Minuten hat der 50m lange weg gedauert. Bis wir dann endlich im Rettungswagen angekommen sind. Danach ging alles schnell. Türen zu und ab in die Neurologische-Klinik.

Dort ging alles schnell. In null komma nichts war ich im Notfall-CT. Dort wurde ein Infarkt der hinteren Hirnhälfte festgestellt. Daher die Lähmung. Nächstes Ziel war die Intensivstation.

Anschließend wurde noch ein Ultraschall gemacht, bei dem die Verstopfung der Adern ausgeschlossen wurde. Dann war es geschehen. Ich lag das erste ma8l in meinem leben im Krankenhaus.

Dort wurde sich zunächst auf der Intensivstation um mich gekümmert. Nach ungefähr einer Woche wurde ich Normalstation verlegt. Wo nun weitere. Tests mit mir gemacht wurden. MRT, CT, die Blutwerte wurden bestimmt usw. Dort kam ich dann zu einem Zimmer Nachbarn, mein ich zumindest, denn er war nie da. Wenn ich nie sage dann meine ich auch nie. Er wohnte 400m von Krankenhaus entfernt. Aus diesem Grund verbrachte er den halben Tag zuhause. Und war nur zum Essen in der Klinik. Nun wurde selbiger bald in eine andere Klinik verlegt und ich bekam einen neuen Zimmernachbar. Selbiger stellte sich als noch stummer heraus. Denn diese sagte generell nichts. Er hustete nur und das oft. Sehr oft. Vor allem in der Nacht. Dieser blieb allerdings nur eine Woche. Und ich bekam wieder einen neuen Nachbar. Udo. Ein ganz lieber Mann mit dem man viel Spaß hatte. Zum Beispiel wachte er mitten in der Nacht auf und wollte eine Pizza bestellen. Er forderte die Nachtschwester an, nur um diese zu fragen wie lange der Haupteingang geöffnet hat.

Die Tage strichen ins Land. Es wurden weitere Tests gemacht. Täglich wurde der Blutdruck gemessen usw. Bis dann endlich die Nachricht kam „Die REHA wurde genehmigt“. Es standen 3 Orte zur Auswahl. Waldbreitbach (Westerwald), Bad Preisig (Rhein) oder Vallendar (Koblenz).

Die Genehmigung kam ich also für Vallendar. Dort wurde ich am 17.12 hingebracht. Dort wurden dann wieder verschiedene Untersuchungen gemacht. Blutdruck, Blutzucker gemessen und so weiter.

Dort sollte ich nun also meine nächsten 6 Wochen verbringen. Diese würden Spaßig aber auch ansträngend. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt.

Ich fristete also bei der Tage auf der neuen Station in Vallendar,die aber Gott sei Dank nur eine Woche mein zu Hause war. Ging zu meinen Anwendungen. Machte alle Therapien mit und war doch nicht zufrieden. Mir wurde so viel Positives über das Haus erzählt, dass ich eigentlich nur noch enttäuscht werden konnte. Das Essen war ungewürzt, die Schwestern unfreundlich, außer einer sehr netten Ärztin. Gefühlt habe ich keinen Fortschritt gemacht..

Nach rund einer Woche wurde ich verlegt, auf eine andere Station. Dort wurde ich von einem, zun’chst sehr streng ausehendem Pfleger, empfangen. Dieser stellte sich allerdings als ruhige und Nette Person heraus. Mir wurde mein neuer Zimmernachbar vorgestellt. Nach und nach stellten sich alle Schwestern und Pfleger vor.

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